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.: Morrocoy :.
   
Mittwoch, 11. Oktober 1995

  Anreise
  Caracas
  Ciudad Bolivar
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  Salto Angel
  Grand Sabana
  Tafelberg
  Puerto Ordaz
  Canaima
  Merida
  Morrocoy
  Orinoco
  Santa Fe
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  Puerto La Cruz
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.: 1. Woche :.

Montag, 9. Oktober 1995
Dienstag, 10. Oktober 1995
Mittwoch, 11. Oktober 1995
Donnerstag, 12. Oktober 1995
Freitag, 13. Oktober 1995
Samstag, 14. Oktober 1995
Sonntag, 15. Oktober 1995

2. Woche

6:45 ist Aufstehen angesagt, da wir eine längere Fahrt mit dem Bus vor uns haben. Bei der endgültigen Abrechnung der Zimmer tritt ein großes Problem zu Tage: der Portier hatte beim Ausfüllen des VISA-Beleges irrtümlich statt zwei Nächten vier abgerechnet, und jetzt will er uns zwar den überfälligen Betrag bar zurückzahlen, aber mit 12 % Abzug, da man dies auch bei der Bank bezahlen müsse. Es braucht etwa 30 Minuten bis er zähneknirschend den vollen Betrag herausrückt, es ging schließlich um 25,- DM. Mit der Metro geht es jetzt zum Busterminal, den wir gegen 8:40 erreichen. Bis wir den Teil des Busbahnhofes finden, von dem die Überlandbusse abgehen, ist es schon kurz nach 9:00. Aber direkt am Eingang werden wir abgefangen und direkt zum Bus in Richtung Tucacas geleitet, so kommen wir nicht dazu, uns etwas zum Trinken oder Essen zu kaufen. Nach etwa vier Stunden macht der Bus eine längere Pause zum Tanken und Essen. Wir beobachten aus der Entfernung, wie einige Eimer Wasser gegen den Bus geschüttet werden. Bei näherer Besichtigung stellt sich heraus, daß es sich um Dieselkraftstoff handelt. Die Zapfpistole steckt noch und da der Tank voll ist, läuft das restliche Diesel in die Botanik; Sprit kostet halt nichts (<10 Pfennig). Von dieser Tankstelle sind es nur noch 10 km bis Tucacas, wie sich nachher herausstellt. Gegen 14:00 erreichen wir nach insgesamt 250 km Tucacas (Morrocoy – Zwischen Tucacas und Chichiriviche ist im Jahre 1974 eine insgesamt 32.090 ha große Zone zum Nationalpark erklärt worden. Damit soll der Erhalt eines der schönsten und zugleich empfindlichsten Ökosysteme an der venezolanischen Küste garantiert werden. Der Parque National Morrocoy umfaßt zum größten Teil maritimes Gebiet: Mangrovenwälder mit reichen Austernbänken, Korallenriffe, Lagunen und Inseln. Das Wasser ist hier warm und glasklar, die Tauchgründe sind hervorragend und die Palmenstrände auf den Inseln so, wie man es von der Karibik erwartet.) und das in der brütender Mittagshitze. Wir nehmen die erstbeste Straße Richtung Strand und landen in der miesesten Gegend. Außerdem stellt sich nach ca. 1000 m heraus, daß es eine Sackgasse ist; also alles wieder zurück. An der Hauptstraße angekommen, steuern wir erst einmal ein kleines Tankstellen-Café an und peilen die Lage. Wir sind ein wenig niedergeschlagen aufgrund der großen Hitze und dem miesen Eindruck des Ortes. Wir beschließen, eine andere Straße zum Strand zu nehmen und finden gegen 15:00 ein nettes Restaurant zum Mittagessen mit eiskaltem Polar. Unser erster Gedanke ist, Hängematten kaufen und am Strand schlafen, dann entscheiden wir uns doch für ein Hotel. Dort können wir auch mal die Rucksäcke stehen lassen, um am nächsten Tage den Kolumbustag mitfeiern zu können. Wir nehmen ein Hotel (140,- DM für zwei Nächte) direkt am Strand, weil Manni (Gott sie Dank!) uns dazu drängte, nicht in das Erstbeste einzuziehen. Zuerst kaufen wir eine Flasche Rum und machen einen kurzen Trip über eine Brücke auf eine Mangroveninsel.

MangrovenWir sehen nach ca. 1 km Fußmarsch das erste Mal einen echten Karibikstrand mit Palmen und weißem Sand. Zurück müssen wir durch die schnell eintretende Dunkelheit, einer Affenschwüle und durch Insektenschwärme. Wir laufen dann noch die Straße im Ort fast bis zur Landstraße zurück, um eine Bar zu finden. Wir setzen uns dann in eine kleine Abschütthalle. Dort trinken wir 20 Bier (das ist das einzige, was man bekommen kann) für 1.400 Bs. (12,- DM). Total “knülle” wanken wir zurück ins Hotel.

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