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.: Merida :.
   
Samstag, 14. Oktober 1995

  Anreise
  Caracas
  Ciudad Bolivar
  Kavac
  Salto Angel
  Grand Sabana
  Tafelberg
  Puerto Ordaz
  Canaima
  Merida
  Morrocoy
  Orinoco
  Santa Fe
  Mochima
  Puerto La Cruz
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.: 1. Woche :.

Montag, 9. Oktober 1995
Dienstag, 10. Oktober 1995
Mittwoch, 11. Oktober 1995
Donnerstag, 12. Oktober 1995
Freitag, 13. Oktober 1995
Samstag, 14. Oktober 1995
Sonntag, 15. Oktober 1995

2. Woche

Nach 525 km und über zwölf Stunden Fahrtzeit erreichen wir gegen 0:30 Mérida ( Mérida – Die Hauptstadt (130.000 Einwohner) des Bundesstaates Mérida, der den zentralen Teil der venezolanischen Anden umfaßt und auch als “Dach von Venezuela” bezeichnet wird, liegt in 1625 m Höhe auf einem leicht geneigten Plateau von etwa 15 km Länge und 2 bis 3 km Breite. Das Klima ist mit einem Jahresmittel von 19°C sehr angenehm.). Dort fahren wir mit den italienischen Mädels zweieinhalb Stunden mit zwei Taxen durch die Stadt, um ein freies Hotel zu finden, jedoch sind alle belegt, weil hier wohl irgendein Kongreß stattfindet. Es sind nur noch fünf Betten im Hotel “Chama ***” frei. Nachdem die Mädels die Taxen bezahlt haben (je 3.000 Bs. (22,- DM)) und in dem Hotel abgestiegen sind, stehen wir mitten in der Nacht ohne eine Unterkunft da und Jürgi war doch so geil auf Alessia. Außerdem hat Mickey den unwiderstehlichen Drang, ein “dringendes Gespräch nach Darmstadt” zu führen, ohne daß eine Toilette greifbar gewesen wäre. Wir haben unser erstes großes Tief! Wir schultern die Rucksäcke und versuchen irgendwie einen Schlafplatz aufzutreiben. Zwei Typen an einem Imbißstand geben uns den “rettenden” Tip, es einmal beim Hotel “Italia” um die Ecke zu versuchen. Wir klingeln den ekligen Nachtportier aus dem Schlaf und es ist tatsächlich noch ein Zimmer für vier frei. Der ganze Spaß kostet gerade mal 2.650 Bs. (19,- DM). Er schließt uns die Tür zum Zimmer auf und kickt erst einmal eine riesige, tote Kakerlake aus dem Zimmer. Nachdem wir das Zimmer betrachtet haben, wissen wir auch, warum es noch frei und so preiswert war. Wir legen die Rucksäcke auf die Betten, und dösen bei Licht in voller Montur bis 8:00. Keiner traute sich die Schuhe auszuziehen und das Licht wurde selbstverständlich nicht gelöscht. Welch eine Nacht!

IndianermarktMorgens machen wir uns so schnell wie möglich auf den Weg und finden zufällig das kleine und einfache Hotel “Hotel Español” ein paar Straßen weiter (Ada:2.LORA.No15-48.entre.calle15y16). Wir lassen uns erst einmal die Zimmer zeigen, doch alles ist sehr sauber und gemütlich. Dann sehen wir die Bescherung der vergangenen Nacht: Jürgis Rucksack, Hemd und Hose sind voll mit Wagenschmiere, wohl aus dem Bus! Wir duschen, ziehen uns “frische” Klamotten an und wollen in einer Minipizzeria frühstücken. Doch außer Getränken bekommen wir irgendwie nichts. Um 11:00 treffen wir uns mit den Italienerinnen und Bibi kann im Hotel “Chama” 200 $ Travellerschecks schwarz zu 1:200 tauschen. Jetzt haben wir ein nettes Hotel und Geld im Überfluß. Die Mädels ziehen auch in unser Hotel um, da es viel billiger ist (5.000 Bs. (36,- DM) für zwei Zimmer). Anschließend besichtigen wir den Indiomarkt, doch da es Mickey nicht so gut geht, fährt er mit einem Taxi zurück ins Hotel. Wir Drei machen ein kleines Polarpicknick. Dort werden wir zuerst von drei venezolanischen Mädchen (Leida, Elena, Nexa) nach einer Zigarette gefragt. Kurze Zeit später sollen wir uns zu ihnen setzen. Es entsteht ein “geistreiches” Gespräch auf spanisch. Ziemlich dreist wollen sie schließlich von uns eingeladen werden, jedoch verabreden wir uns für den späten Abend bei “Alfredo’s”. So gehen wir schon einmal um 16:30 zu “Alfredo’s” und trinken ein paar weitere Biere. Dann holen wir auf dem Weg zum Hotel noch sieben Dosen Polar. Die Dosen werden aus der Kühltruhe geholt und es wird dagegen geklopft, um zu hören, ob sie gefroren sind. Auch keine schlechte Sache! Anschließend machen wir eine kleine Zimmerparty mit den Italienerinnen und Jürgi wird immer geiler! Wir laden sie am Abend zum Essen in einer Pizzeria ein, da sie uns so geholfen hatten. Aber sie sind doch ganz schön nervig. Gegen 23:30 kommen wir gemeinsam bei “Alfredo’s” an. Die Italienerinnen geben uns eine Runde aus und machen sich dann ziemlich rar. Wir wollen gerade schon gehen, da werden wir von Elena und Nexa erspäht. Kurze Zeit später kommt auch noch Leida dazu und begrüßt uns mit einem Kuß; man kann richtig sehen, wie Alessia innerlich kocht. Sie will dann unbedingt, daß Jürgi sich um sie kümmert, aber er läßt sie supercool abblitzen, weil sie den ganzen Tag Spielchen mit ihm getrieben hatte. Alle Achtung! Die Venezolanerinnen wollen dann, daß wir mit in eine Disco gehen, die uns 1.800 Bs. (13,- DM) kosten soll. Das ist uns dann doch zuviel, und so unterhalten wir uns noch bis 0:30 vor “Alfredo’s” bis uns unser Magen zwingt, ins Hotel zu eilen. Wir verabreden uns noch schnell für den nächsten Tag um 16:00.

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